Fertigungs- und montagegerechte Produktgestaltung mit BIM

PROFESSOR DAVID CHUA KIM HUAT

Professor David Chua Kim Hat
National University of Singapore

Dr. David Chua Kim Huat ist staatlich geprüfter Fachingenieur in Singapur und Professor des Instituts für Bau- und Umweltingenieurwesen an der National University Singapur. Darüber hinaus ist er Vize-Studiendekan an der technischen Fakultät. Er promovierte im Jahr 1989 an der University of California, Berkeley, USA, im Hauptfach Baumanagement. Er verfügt über mehr als 35 Jahre Forschungs- und Praxiserfahrung in der Branche.

In den letzten Jahren lagen seine wissenschaftlichen Interessen in den Bereichen Lean Construction, computerintegriertes und IT-basiertes Baumanagement, BIM, Bausimulation, Risikomanagement und Bausicherheit. Aufgrund seiner Forschungsarbeiten hat er über 180 technische Publikationen geschrieben, war Herausgeber von zwei Büchern und hat zu zwei Büchern ein Kapitel beigetragen. Von 2001-2005 war Dr. Chua Beiratsmitglied der Society of Project Manager und seit 2006 fungiert er als Beiratsmitglied der System Safety Society. Er ist Mitglied des internationalen BIM Fachgremiums der BCA (Baubehörde) und war bis 2017 Ehrenstipendiat des WSHi (Institut für Arbeitssicherheit und Gesundheit). Er ist ebenfalls Mitglied des Construction Research Council, USA und der American Society of Civil Engineers, USA. Als Redakteur war Dr. Chua für das Fachgebiet Kosten- und Terminplanung für das Bautechnik- und Managementjournal ASCE tätig. Zudem unterstützt er die Redaktion von weiteren, internationalen Fachzeitschriften und mehrere, internationale Konferenzen.

Fertigungs- und montagegerechte Produktgestaltung mit BIM

Die Methode „Gestaltung für Fertigung und Montage“ (engl. Design for Manufacture and Assembly; kurz DfMA) zielt darauf ab, die Konstruktion eines Produkts optimal an die Fertigungs- und Montagebedingungen anzupassen, um die Gesamtproduktivität beim Bauen zu erhöhen. Mit diesem Methodenansatz kann Abfall beseitigt, die Bauzeit deutlich reduziert und die Kosten gesenkt werden.

Im Bauwesen erfordert die DfMA-Methode eine engere Verflechtung von Produktgestaltung und Bauen. Diese Verflechtung wird durch BIM in einem virtuellen Planungs- und Bauprozess (Virtual Design Construction – VDC) ermöglicht, der durch die Anwendung von Lean-Prinzipien unterstützt wird. Darüber hinaus liegen in der Logistik zwischen Produktion und Baustelle große Produktivitätspotentiale. Ein effizientes Lieferkettenmanagement von der Konstruktion über die Produktion bis hin zur Montage auf der Baustelle benötigt ein integriertes Bauinformationssystem, das sich auf BIM und ähnliche digitale Technologien stützt.